BAMBIFIKATION

Plastikmenschen schauen dich an

In Koproduktion mit Winkelwiese unterwegs!
PREMIERE: 30. Januar 1999 Katakombe Zürich
unterstützt von Präsidialdepartement der Stadt Zürich

Bambiboot Foto: Bernhard Fuchs

 

BAMBIFICATION is the mental conversion of Flesh-and-blood living creatures into cartoon characters possessing bourgeois Judeo-Christian attitudes and morals. (Douglas Coupland)


BAMBIFIKATION ist ein Themenabend im Kinderzimmer. Fabienne Hadorn, Markus Schönholzer und Bo Wiget sind drei Geschwister aus Langenthal, die sich auf eine assoziative Reise durch die Rehgebiete begeben. BAMBIFIKATION entsteht aus der Einsicht und Erfahrung, daß Hoch- und Populärkultur nicht mehr zu unterscheiden sind. Bambi, das niedliche Plastikreh, ist das Epizentrum einer Sammlung von Texten, Szenen, Videos und Liedern, die im Sinne eines unterhaltsamen, theatralisch-musikalischen Essays die offensichtlichen und sichtbaren Verbindungen zwischen Kulturpessimismus und Pop-Fröhlichkeit, Warenwelt und apokalyptischer Paranoia herstellt. Dazu dient der Abend der Erprobung theatralischer und musikalischer Mittel, die jenseits der konventionellen Regie-Textinterpretation neue Wege der inhaltlichen Auseinandersetzung eröffnen.

Die Zusammenarbeit von Martin Gantenbein und Niklaus Helbling ist die Fusion der experimentellen freien Musik-Szene Zürichs mit der Produktionserfahrung des Hamburger Stadttheaters. Handwerkliches und künstlerisches Know-How in literarischer und musikalischer Arbeit ergänzt sich auf neuem, ´unsicherem' Terrain.

Mit: Fabienne Hadorn (Bambi), Markus Schönholzer (Hase), Bo Wiget (Blue), Dirk Thiele (Frou Frou)

Konzeption/Regie: Niklaus Helbling, Konzeption/Musikalische Leitung: Martin Gantenbein, Bühne/ Licht: Dirk Thiele, Kostüme: Regula Neeracher, Choreographische Mitarbeit: Salome Schneebeli, Videos: Andreas Senn, Videoschnitt: Joy Wagner, Songarrangements: Martin Gantenbein, Markus Schönholzer, Bo Wiget, Technik: Marco Bürkli Vils, Lea Schaltenbrand, Tourneeassistenz: Nanny Burri, Endspieltechnik: Dominique Müller, Graphik: Dachsfarm/Markus Haupt