entwickelt für den Club des Theaterspektakels Zürich 2008
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Aufführungen waren am 25./26. August
„Ich ware gerne ein Detektiv geworden, viel lieber als Schriftsteller. Ein Polizist, der ganz alleine Nachts an den Ort des Verbrechens zurückkehrt und keine Angst hat vor Gespenstern." Roberto Bolaño in einem Interview für Playboy im Jahr seines Todes.
Als die Detektive Jahre später wieder zusammen kamen, machten sie die
Schachteln auf. Es war noch alles da. Die Fotos vom Besuch der Königin
von Saba, die Tonbandspulen aus dem Comic-Keller, die Lieder vom
Blumenspital. Labyrinth-Zeichnungen aus der Alhambra. Die Chöre aus der
Lehrstück-Zeit, Lieder aus der Science-Fiction-Phase, Western-Songs,
ironische Heimatpsalmen, Friedenshymnen. Zuunterst lag auch (Scheiße,
das gibt's noch?) das erste Manifest, das sich die Detektive im
Morgengrauen in einer Partyküche, alkoholisch beflügelt
(selbstverständlich) gegeben hatten.
Sie nahmen die fleckigen Zettel
heraus und begannen zu lesen.
Die Eiswürfel in den Drinkgläsern
verstummten.
„Nicht schlecht, könnte ich noch immer unterschreiben."
Das war Federico. - Aber Federico war schon immer der sentimentalste
der Detektive gewesen...
Mass & Fieber zeigt einen fiktiven selbstbezüglichen Abend mit Fundstücken, Bekenntnissen, Gruppenbildern, Abschweifungen und sehr schöner Musik.